Muss meine Heizung raus?

Austausch- und Nachrüstverpflichtungen
Für alle Mehrfamilienhäuser gelten bestimmte Austausch- und Nachrüstverpflichtungen, unabhängig von einer Sanierung. Ein- und Zweifamilienhäuser sind davon ausgenommen, wenn Sie als Eigentümer bereits seit Anfang 2002 selbst im Gebäude wohnen.  Wenn Sie ein Ein- oder Zweifamilienhaus kaufen, müssen Sie diese Pflichten innerhalb von 2 Jahren erfüllen.

    Bestimmte Heizkessel müssen ausgetauscht werden. Dies betrifft Öl- und Gas-Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind und eine übliche Größe haben (4-400 kW Heizleistung). Die Austauschpflicht gilt jedoch nur für Konstanttemperatur-Kessel oder so genannte Standard-Heizkessel, nicht aber für Brennwert- oder Niedertemperaturanlagen mit einem besonders hohen Wirkungsgrad. Die Bedienungsanleitung der Heizungsanlage gibt meist Auskunft über den Kesseltyp. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Kessel von der Austauschpflicht betroffen ist, können Sie Ihren Schornsteinfeger fragen.

    Heizungs- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen müssen gedämmt werden.

    Oberste Geschossdecken zu unbeheizten Dachräumen mussten bereits bis Ende 2015 nachträglich gedämmt werden, wenn sie keinen so genannten “Mindestwärmeschutz” (i.d.R. 4 Zentimeter Wärmedämmung) aufweisen. Bei Holzbalkendecken genügt es, die Hohlräume mit Dämmstoff zu füllen. Die Dämmpflicht gilt für alle zugänglichen obersten Geschossdecken, unabhängig davon, ob sie begehbar sind oder nicht ‒ also zum Beispiel auch für Spitzböden und für nicht ausgebaute Aufenthalts- oder Trockenräume. Alternativ dazu können Sie auch das darüber liegende Dach dämmen.

Quelle: Verbraucherzentrale

Fazit: Wenn Du ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzt und selbst bewohnst, besteht keine Austauschpflicht.

Für Grund- und Kachelöfen gelten besondere Regeln. In der BImSchV sind diese zu finden. Diese werden hier bald auszugsweise eingefügt und erklärt.

Kommentar verfassen