Steckermodul-Recht

Was ist in Deutschland erlaubt und was ist zu beachten?*

  • Der Anschluss von bis zu 600 W (Wechselrichter-Leistung) je Stromabnehmer ist genehmigungsfrei (die DIN VDE 0100-551 vom 01.05.2018 gibt im Hinblick auf den Anschluss am normalen Haushaltsstromkreis Rechtssicherheit)
  • Installation durch einen Laien (Steckeranschluss) ist vorgesehen; allerdings muss ein Elektroinstallateur eventuelle Änderungen und Prüfungen an der Stromnetzanlage vornehmen.
  • Wechselrichter müssen die VDE-Norm VDE-AR-N 4105 von 07.2017 erfüllen, also über einen Netz-Anlagen-Schutz (NA-Schutz) verfügen; der von uns vermittelte Wechselrichter Deye SUN300-EU-230 erfüllt diese Anforderungen.
  • Die Netzanschlussverordnung verlangt eine Meldung beim Stromnetzbetreiber. Die e-netz Südhessen hat dafür ein neues Formular (siehe unten). Wenn noch Ferraris-Zählers (alter schwarzer Zähler) vorhanden ist, wird er gegen einen 1-Richtungs-Zähler mit Digitalanzeige und Rücklauf-sperre kostenfrei getauscht, andere Netzbetreiber verhalten sich anders
  • Mieter sollten Ihren Gebäudeeigentümer und Versicherer rechtzeitig über die (geplante) Installation informieren.
  • Die Marktstammdatenverordnung sieht vor, dass der Betreiber die Anlage der Bundesnetzagentur angeben muss (ca. 10.000 von 190.000 haben es gemacht).
  • Tipp: Wenn Sie ein Steckermodul-Gerät beim Netzbetreiber oder der Bundesnetz-Agentur melden, können Sie davon ausgehen, dass auch der jeweils andere von der Meldung erfährt. Es empfiehlt sich, dann beide Meldungen durchzuführen. Unter Juristen ist noch strittig, welche Konsequenzen der Anmeldeverzicht hat.
* wichtig: alle Angaben ohne Gewähr !

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